Neuinszenierung von Andreas Wiedermann

Kriemhild, die Schwester König Gunthers von Burgund, träumt von ihrer Zukunft:

Ein Falke steigt hoch in die Lüfte und wird von zwei herabstürzenden Adlern zerrissen. Der Falke, so deutet den Albtraum ihre Mutter, sei ihr späterer Ehemann. Kriemhild beschließt, nie zu heiraten, um niemanden zu verlieren.

Doch das Schicksal spinnt seine Fäden. Einer der größten Helden der damaligen Welt reist an den burgundischen Hof - Siegfried, der Drachenbezwinger und Herrscher über den sagenumwobenen Nibelungenschatz. Dank seiner Hilfe gewinnt König Gunther einen aussichtslosen Krieg gegen die Sachsen und die Hand der männermordenden Königin Islands, Brunhild.

Am Hof feiert man Doppelhochzeit: Der König heiratet die besiegte Kriegerin, der kühne Siegfried des Königs schöne Schwester Kriemhild. Auf dem Höhepunkt herrschen Hybris, Neid und Intrigen. Siegfried ist dem großen Hagen von Tronje zu hoch gestiegen. Ein durch Siegfried entfachter Streit eröffnet die Möglichkeit, den Strahlenden, Göttergleichen für immer loszuwerden.

Als es in Pledelingen dem Passauer Bischof Pilgrim nicht gelingt, Kriemhild von ihrer Heirat mit dem grausamen Hunnenfürsten Etzel abzuhalten, ist das Schicksal der Burgunder besiegelt.

Mord und Rache halten am Hofe Einzug, bis die irrwitzige Entscheidung einer Frau, ihr ganzes Königsgeschlecht auszurotten, in die Katastrophe führt ...

Die szenische Wiederbelebung des „Nibelungenlieds“ vereint in dramatischen Bildern Mythos und Historie, Mittelalter und Gegenwart, Poesie und Dramatik.

Andreas Wiedermann

Informationen zum Regisseur bei Opera Incognita sowie Theater Impuls